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Jazzfestival ehrt heimischen Jazz

Die Schlagzeugerin Eva Klesse erhält den Westfalen-Jazz-Preis 2017. Die aus dem westfälischen Werl stammende Musikerin gilt als ‚Rising Star' der europäischen Jazzszene. Beim 26. Internationalen Jazzfestival Münster wird sie am Samstag, 7. Januar 2017, gemeinsam mit ihrem Quartett das erste von insgesamt drei Preisträgerinnenkonzerten geben.

Eva KlesseSchlagzeugerin, Bandleaderin und Komponistin: Eva Klesse erhält den Westfalen-Jazz-Preis 2017. Foto: Sally Lazic.

 

Vor allem Klesses „große Sensibiliät an einem Instrument, das immer noch eher selten von Frauen gespielt wird", beeindruckte die Jury mit dem künstlerischen Leiter des Jazzfestivals Münster, Fritz Schmücker, und den Programmmachern Waldo Riedl (domicil Dortmund) und Lena Jeckel (Bunker Ulmenwall Bielefeld).

Die Jury-Begründung

In der Begründung heißt es: „Eva Klesse beeindruckt mit einem dynamischen Spiel, beherrscht feinste Nuancen und zarteste Töne. Sie überzeugt als Schlagzeugerin, Bandleaderin und Komponistin. In ihrem seit vier Jahren bestehenden Quartett prägt sie die Musik, eröffnet aber zugleich ihren Mitspielern alle Möglichkeiten, sich zu entfalten. Am Ende entsteht ein eigener Gruppensound auf Augenhöhe. Eva Klesse ist kreative Gestalterin mit identifizierbarer Handschrift und kongeniale Partnerin zugleich."

Die Preisträgerin erhielt schon mit elf Jahren ihren ersten Schlagzeugunterricht. Eva Klesse entschied sich zunächst für ein Medizinstudium, schlug dann aber die professionelle Musikerinnenlaufbahn ein und studierte Jazzschlagzeug in Leipzig, Weimar, Paris und New York. Das Debüt-Album „Xenon" (enja records) ihres Quartetts wurde direkt mit dem Echo Jazz 2015 in der Kategorie „Newcomer des Jahres" ausgezeichnet. Mit ihrer zweiten CD-Produktion „Obenland" sorgt sie derzeit in Europa für Furore.

Konzerte in Jazzclubs

Seit 1994 würdigt der Westfalen-Jazz-Preis Musikerinnen und Musiker mit Bezug zu Westfalen. Gestiftet wird er erneut von der „Imorde Projekt- und Kulturberatung GmbH" (Münster) und gemeinsam loben das Internationale Jazzfestival Münster, das domicil in Dortmund und der Bunker Ulmenwall in Bielefeld diese Auszeichnung aus.

Eva Klesse ist nach der Musikerin Barbara Buchholz (1959-2012) die zweite Frau in der Vergabe-Geschichte des Preises.

Neben dem Festivalauftritt in Münster wird Eva Klesse am Montag, 9. Januar 2017, im Bunker Ulmenwall und am Dienstag, 10. Januar 2017, im domicil spielen.

 

Über den Westfalen-Jazz-Preis

Angesprochen sind Musikerinnen und Musiker der Musiksparte „zeitgenössischer Jazz“, die in Westfalen leben, in Westfalen geboren sind oder in Westfalen nachweislich einen prägenden Teil ihres Lebens verbracht haben. In einem Nominierungsverfahren kürt eine Fachjury den Preisträger bzw. die Preisträgerin.

Der Preis besteht aus einer dreiteiligen Konzertreihe für den Preisträger / die Preisträgerin (solo oder mit Gruppe). Sie beginnt mit dem Internationalen Jazzfestival in Münster und findet dann in den beiden Jazzclubs, Domicil Dortmund und Bunker Ulmenwall Bielefeld, ihre Fortsetzung.

Die Preisträger des Westfalen-Jazz-Preises seit 1994:

  • Trio Griener/Schweitzer/Sudmann (1994)*
  • Axel Zinowsky Quartett (1994)*
  • Lutz Potthoff Trio feat. Andreas Wahl (1994)*
  • Quintessence Saxophon Quintett (1997)**
  • Duo Songlines: Sebastian Altekamp/Wolfgang Bleibel (1999)**
  • Sieben (2001)**
  • Alien Drum and Bass Foundation (2003)**
  • Die Konferenz (2005)**
  • Pablo Held (2009)***
  • Barbara Buchholz (2011)***
  • Frederik Köster (2013)***
  • Michael Schiefel (2015)***
  • Eva Klesse (2017)***

ausgewählt u. a. von folgenden Jury-Mitgliedern:

Werner Wunderlich (Südwestfunk), Dr. Eva Küllmer (WDR / Netzwerk Jazz und improvisierte Musik), Uli Beckerhoff (Jazzmusiker), Markus Müller (Jazzthetik), Michael Klein (Programmschreiber Jazzfestival Münster / Journalist), Frank Schraven (Ex-Chefredakteur Jazzthetik), Manfred Wex (Veranstalter Jazz im Kunstverein / Musiker), Fritz Schmücker (Jazzfestival Münster), Claus Gnichwitz (WDR / HR), Michael Neumann (Münstersche Zeitung), Joachim Weis (Jazzthetik), Dr. Bernd Hoffmann (WDR Köln), Karsten Mützelfeldt (freier Journalist / WDR), Lars Motel (Fachbereichsleiter Jazz), Kornelia Vossebein (Programmchefin Bunker Ulmenwall, Bielefeld), Waldo Riedl (ProgrammchefJazzclub Domicil Dortmund), Carsten Nolte (Bunker Ulmenwall), Lena Jeckel (Buncker Ulmenwall)

* Preisstifter: Spedition Laarmann (namentlich Raimund Unkhoff) und die "Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit e.V."
** Preisstifter: Spedition Laarmann (namentlich Raimund Unkhoff)
*** Preisstifter: Imorde Projekt- und Kulturberatung GmbH (namentlich Jens Imorde)

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Eva Klesse erhält Westfalen-Jazz-Preis 2017

Die Schlagzeugerin Eva Klesse hat den Westfalen-Jazz-Preis 2017 erhalten. Die aus dem westfälischen Werl stammende Musikerin gilt als "Rising Star" der europäischen Jazzszene. Der Jury gefiel vor allem Klesses „große Sensibilität an einem Instrument, das immer noch eher selten von Frauen gespielt wird". Beim 26. Internationalen Jazzfestival Münster hat sie am Samstag, 7. Januar 2017, gemeinsam mit ihrem Quartett das erste von insgesamt drei Preisträgerinnenkonzerten geben. Übergeben wurde die Urkunde von Preisstifter Jens Imorde (l.) und Fritz Schmücker, künstlerischer Leiter des Festivals. Seit 1994 würdigt der Westfalen-Jazz-Preis Musikerinnen und Musiker mit Bezug zu Westfalen.

Die anderen beiden Preisträgerkonzerte: Am 9. Januar 2017 im Buncker Ulmenwall in Bielefeld und am 10. Januar 2017 im Domicil in Dortmund. Mehr

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